Kaffee ist jene magische Substanz, die uns für kurze Augenblicke glauben lässt, dass die Welt in Ordnung ist. (Dieses Zitat habe ich bei Pinterest entdeckt)
Einen wunderschönen guten Morgen!
Ohne Kaffee am Morgen startet der Tag für viele denkbar schlecht. Allein der Geruch ist in der Lage uns zu motivieren und die Laune zu heben. Kaffee ist für viele ein Lebensgefühl und eine morgendliche Routine. Deutschland ist eine Nation der Kaffeetrinker und hierzulande das meistkonsumierte Getränk, noch vor Mineralwasser und Bier. Am liebsten trinke ich meinen Kaffee zu Hause, aus der klassischen Filterkaffeemaschine mit Milchschaum und einem Löffelchen Zucker. Bin ich unterwegs wähle ich meist Cappuccino oder Latte Macchiato, Espresso hingegen mag ich überhaupt nicht.
Meine Kaffee-Lieblingssorte habe ich bisher im Angebot gekauft und dann gleich in größeren Mengen. Vor einigen Jahren war 2,99 Euro für 500 g ein Superangebot, doch Ende letzten Jahres war ich glücklich, wenn ich den Kaffee unter 5,00 Euro kaufen konnte. Im Moment klafft eine Lücke meines Lieblingskaffees in den Regalen im Supermarkt und wenn es ihn gibt, dann kaum unter 10,00 Euro pro Paket. Als Angebot ist er nirgends zu finden. Der Rohstoffpreis für Kaffee ist im November noch einmal deutlich gestiegen und das beliebte Getränk der Deutschen ist so teuer wie seit 50 Jahren nicht mehr. Zum einen waren die Ernten schlecht und zum anderen streiten die Hersteller und Händler um die Preise.
Noch vor Jahren war Kaffee ein Massenprodukt, das in riesigen Mengen produziert und zu Tiefstpreisen verkauft wurde. Heute entwickelt sich Kaffee, nicht nur mein Lieblingskaffee – immer mehr zu einem hochwertigen Genussmittel. Die Zeiten, in denen Kaffee unbegrenzt und günstig verfügbar war, neigt sich dem Ende zu. Klimawandel, hohe Transportkosten, Energie, die Löhne für Erntehelfer, geringere Ernten und höhere Betriebskosten, das führt zu den hohen Kosten für Kaffee. Um die hohen Kosten abzufedern werden die Röstereien auf günstige Bohnen von schlechter Qualität ausweichen und das bedeutet minderwertige Mischungen und geschmackliche Einbußen. Davon konnte ich mich schon überzeugen, habe im Supermarkt eine günstige Marke gekauft und das Resultat. Grauenhaft, dann verzichte ich lieber auf Kaffee, denn guter Kaffee ist nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Stück Lebensqualität.
Wer kann sich noch an „Muckefuck“ erinnern. Kennst du nicht? Muckefuck ist ein Malzkaffee, eine Mischung aus Gerste, Gerstenmalz und Roggen. Dieses Kaffee-Ersatzgetränk gab es bei meinen Großeltern und selbst Kinder durften diesen Malzkaffee trinken. Er ist koffeinfrei und enthält weniger Bitterstoffe als Bohnenkaffee. Damals diente das Getränk aus Kostengründen als Ersatz für normalen Kaffee. Einfach ein Teelöffel Malzkaffee in eine Tasse geben mit heißem Wasser übergießen, fertig war Muckefuck und er schmeckte nicht schlecht. Heute zum Frühstück gibt es meinen Lieblingskaffee und ich werde jede Tasse genießen – solange man sich Kaffee noch leisten kann.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!